Wahlrecht

Für Schenefeld gelten die Bestimmungen für Kommunen in Schleswig-Holstein mit einer Einwohnerzahl von mehr als 15.000 bis zu 25.000 Einwohner.
Demnach werden in Schenefeld 14 Wahlkreise gebildet, für die jede zur Wahl antretende Partei oder Wählergruppe jeweils einen unmittelbaren Wahlvorschlag (Direktkandidat) einreichen kann.
Ferner kann eine Partei oder Wählergruppe einen Listenwahlvorschlag mit einer unbegrenzten Anzahl von Bewerberinnen und Bewerbern einreichen.
In Schenefeld hat jeder Wahlberechtigte für die Wahl zur Schenefelder Ratsversammlung eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch der Listenvorschlag der jeweiligen Partei gewählt wird.
Zur Berechnung der Stimmen für den Verhältnisausgleich werden für jeden Listenwahlvorschlag die Stimmen zusammengezählt, die die unmittelbaren Bewerberinnen und Bewerber der vorschlagenden Partei oder Wählergruppe in den 14 Wahlkreisen erhalten haben. Der Verhältnisausgleich wird nach dem Berechnungsverfahren Sainte-Laguë/Schepers vorgenommen; eine 5 %-Sperrklausel gibt es bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein nicht.
Bei der Wahl kann der Umstand eintreten, dass die Anzahl der für eine Partei oder Wählergruppe in den Wahlkreisen gewählten Bewerberinnen und Bewerber größer ist als der dieser Partei oder Wählergruppe zustehende verhältnismäßige Sitzanteil. Diese Mehrsitze (auch Überhangmandate genannt) verbleiben den Parteien oder Wählergruppen. Bei der Wahl 2013 hat die SPD in Schenefeld 9 Wahlkreise direkt gewonnen, nach ihrem gesamten Stimmenanteil hätten ihr allerdings nur 8 Mandate zugestanden. Daher verblieb der SPD der neunte Sitz in der Ratsversammlung als Überhangmandat.
In einem solchen Fall werden nach Fortführung der Berechnung zum Verhältnisausgleich ggf. weitere Mandate an andere Parteien vergeben (Ausgleichsmandate), bis die tatsächliche Zusammensetzung der Vertretung dem Wahlergebnis entspricht. Es findet somit ein Vollausgleich aller entstandenen Mehrsitze statt. Die CDU erhielt durch diese Regelung einen Sitz als Ausgleichsmandat hinzu.

Wahlberechtigt zur Wahl sind alle Deutschen sowie die Staatsangehörigen der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens sechs Wochen im Wahlgebiet eine Wohnung haben oder sich im Wahlgebiet gewöhnlich aufhalten und keine Wohnung außerhalb des Wahlgebietes besitzen.
Um wählen zu können, muss man im Wählerverzeichnis des zuständigen Wahlbezirks eingetragen sein oder einen Wahlschein besitzen. Das Wahlrecht kann nur einmal und nur persönlich ausgeübt werden.