Schenefeld früher und heute – 49. Historische Radrundfahrt

49. Historische Radtour mit Gerd Manthei – Schenefeld historisch gesehen – früher und heute.

Wenn sich Ideen auf den Weg begeben….
Liebe Freunde der SPD was vor 10 Jahren 16 Radler anlockte wurde heute von 19 Radlern (14 Frauen und 15 Männer) fortgesetzt; denn „Hobby-Historiker“ Gerd Manthei begab sich mit ihnen per Fahrrad  in die Siedlung zum Gotteshaus der Paulskirche, wo Pastorin und Kirchenvorstandsvorsitzende Kerstin Otterstein die wissbegierigen Schenefelder empfing und die Geschichte der Paulskirche vortrug:

  • 1938 ließ die Kirchenverwaltung im Ortsteil Schenefeld Siedlung einen Gemeindesaal ohne Turm und ohne Glocken in der Gorch-Fock-Straße bauen.
  • 1954 erhielt auch der Gemeindesaal in der Siedlung einen Glockenturm mit den Glocken Friede, Freude, Ewigkeit.
  • Ab 1953, nach dem die Siedlungsgemeinde die Dorfgemeinde zahlenmäßig überflügelt hatte, wurde die Paulskirche eine selbständige Kirchengemeinde. Die Gemeindegrenze verlief ungefähr entlang der heutigen LSE.
  • 1957 wurde die Paulskirche eine Pfarrkirche mit eigenem Pastorat, das seinen Sitz in der Gorch-Fock-Straße bekam.
  • 1962 wurde das Pastorat in der Lornsenstraße errichtet, was dem raschen Wachstum der Siedlungsgemeinde Rechnung trug.
  • 1960 wurde der Grundstein zur heutigen Paulskirche gelegt.
  • Am 1. Juli1962 wurde der Bau abgeschlossen(Georg Gerdes, Schenefeld) und mit einem Fest-Gottesdienst eingeweiht.
  • 1964 wurde der alte Gemeindesaal zum Kindergarten umgebaut.
  • 1966 erhielt die Kirche eine Orgel von dem schwäbischen Orgelbauer Weigle.

Die drei feuerverzinkten Kreuze an der vorderen Außenwand der Kirche wurden vom Schenefelder Handwerker Gottlieb Zapf angefertigt und die große Altarwand aus rotem Verblendstein ist ein Werk des Künstlers Siegfried Assmann (und der ausführenden Maurer, die die Altarwand nach einem Pappmodell gestalteten). Unten wird das irdische Jerusalem und oben das himmlische Jerusalem dargestellt. Zentrales Motiv aber sind die drei Kreuze von Golgatha.

Pastorin Otterstein erzählte: Ich werde nicht müde, mir dieses Bild Sonntag für Sonntag anzuschauen. Es hat so etwas Beruhigendes und Befreiendes. Es strahlt viel Offenheit aus und wirkt gleichzeitig beschützt.

Ganz zum Schluss sagte Gerd Manthei zufrieden, dass die 49. Tour ganz ohne Handy-Geklingel gewesen sei und keiner nebenher mit einer parallelen Google-Recherche versucht habe noch schnell etwas schlauer zu werden.

Es bedankt sich bei seinen Lesern: Gerd Manthei.

Zum Schluss gibt es noch einige Photos von Nils Wieruch.

170507Radlergruppe

Die Radlergruppe mit Pastorin Otterstein.

170507GerdPastorin

Gerd Manthei und Ursula Kriete mit Pastorin Otterstein.

170507Altarwand

Teil der Altarwand der Paulskirche entworfen von Siegfried Assmann.