Schaffung von bezahlbaren Wohnraum

Die Wohnungsknappheit, die in der gesamten Metropolregion Hamburg deutlich spürbar ist, hat sich auch in Schenefeld zu einem ernsten Problem entwickelt. Die schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt trifft insbesondere Arbeitslose, Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende oder Senioren, aber auch Bezieher von unteren und mittleren Einkommen sind zunehmend betroffen. Folgen dieser Verknappung sind insbesondere bei Neuvermietungen stark steigende Mieten, die inzwischen selbst durchschnittlich verdienende Menschen in Schenefeld vor eklatante Probleme stellen.
Am 24. Januar diesen Jahres haben wir in der Ratsversammlung einen Antrag gestellt, dass bei der zukünftigen Ausweisung neuer Bebauungsgebiete bis zu 30% der Wohnbauflächen für Wohnungen vorzusehen sind, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung erstellt werden könnten. Die neue Landesregierung von Schleswig-Holstein hat dieses Problem ebenfalls erkannt und stellt in den Jahren 2011 bis 2014 insgesamt 360 Millionen Euro für die Förderung von landesweit bis zu 6.580 Wohnungen zur Verfügung.
Allerdings haben die anderen Fraktionen in der Ratsversammlung die Zeichen der Zeit nicht erkannt und versäumt ein kräftiges politisches Signal zu setzen, indem sie unseren Antrag abgelehnt haben.
Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bleibt für uns dennoch ein zentrales Anliegen und ein Kernthema für die kommende Zeit. Bis zu einer grundsätzlichen Entscheidung werden wir bei den einzelnen Bauvorhaben in der Stadt unser Ansinnen weiterhin verfolgen.
Darüber hinaus werden wir versuchen, Genossenschaften stärker in die Umsetzung von Bauprojekten in Schenefeld einzubeziehen. Denn Solidarität, Demokratie und Gemeinschaft sind genossenschaftliche Grundprinzipen, die insbesondere für den Wohnungsbau in unserer Stadt sinnvoll angewandt werden können.