Meine Damen und Herren,

obwohl die meisten von Ihnen schon etliche neue Jahre erlebt haben, so finde ich, liegt doch stets ein gewisser Zauber auf den ersten Tagen.
In den ersten Januartagen scheint die Zeit still zu stehen. Der Kalender ist noch nicht in Schwung gekommen viele werden noch 2017 statt 2018 schreiben und der Sommer ist in weiter Ferne.

DSCF0453Damit wir jetzt alle in Schwung kommen, werde ich Ihnen etwas ganz neues mitteilen. Im Internet habe ich unter – Jahreskalender 2018 – nachgesehen, um zu erfahren, was uns in diesem Jahr, laut Kalender erwartet.
Und nur folgenden Satz gelesen, der dort aufgeführt wurde und mich zum schmunzeln brachte.
Nämlich: Das Jahr 2018 hat 365 Tage.
Es beginnt am 1. Januar und endet am 31.Dezember. Das müssen wir uns jetzt aber einmal merken.

,,Der echte Norden“ – das ist der Slogan, den Schleswig – Holstein das nördlichste Bundesland sich gegeben hat.
Irgendwo zwischen Hamburg und Dänemark wohnen die Menschen, die sich hauptsächlich von Flensburger Bier ernähren und nicht so viel vom Reden halten. Dabei haben sie so viele Gefühle – können es nur nicht richtig zeigen. Diese Zeilen liebe Gäste habe ich in einer Bonner Zeitung gelesen. Als Schleswig Holsteinerin wundere ich mich eigentlich nicht über solche Aussagen. Sondern finde es gut, dass unsere Mentalität so wahrgenommen wird. Es stimmt ja wirklich , das Moin, und jo, dat mookt so, oder Tach auch schon vollständige Sätze für viele Norddeutsche sind.

Mit dem Zeigen der Gefühle ist es ganz einfach: Es ist ein Lebensgefühl, diese Fähigkeit , das Leben sich selbst schmuck und anderen gemütlich zu machen. Bei uns ist das Glas grundsätzlich immer halb voll und nicht halb leer. Wir freuen uns über jeden einzelnen Sonnenstrahl und sind schon glücklich wenn jemand zu uns sagt, das finde gar nicht so blöd. Es ist schon ein richtig schönes Kompliment.


Wir brauchen keinen Starnberger See, wir sind das Land zwischen den Meeren. Und schwimmen immer oben. Festgestellt habe ich auch, dass die Norddeutschen sehr sparsam sind. In Flensburg, werden die geschredderten Verkehrssünder Akten, kurz über die Grenze,nach Dänemark gebracht, und dort zu Klopapier verarbeitet.

Eine neue Studie mit dem Namen Glücksatlas, zeigt auf, dass Schleswig Holstein seit 2013 weiterhin an der ersten Stelle dieser Studie steht.
Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, setzen sich wesentlich häufiger aktiv für soziale Angelegenheiten ein. Das kann ich auch hier in Schenefeld erkennen.
Übrigens eine Stadt, die mit zur höchsten Pferdedichte Deutschlands gehört. Doch hier liegt, das Glück der Erde nicht nur auf dem Rücken der Pferde.

Ich bin stolz Bürger einer Stadt zu sein, in der freiwillige Helferinnen und Helfer sich in, Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden so häufig und liebevoll einbringen.
Wie sähe unsere Stadt ohne sie aus?
Das Vereinsleben, die Jugend, Seniorenarbeit oder die Flüchtlingsbetreuung wäre ein Notstandsgebiet.
Ohne ihren Einsatz würde Schenefeld nicht so gut funktionieren.
Die Bedeutung, eines guten, aktiven Gemeindelebens erscheint mir, angesichts, der Herausforderungen in Deutschland, Europa und der Welt sehr wichtig.

Auch wird unseren Kindern und Jugendlichen durch die Vereinsarbeit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten. Ein Beispiel des Miteinanders in unserer Stadt ist dieser Neujahrsempfang selbst. Verschiedene Gruppen treffen sich und nutzen die Chance, um miteinander zu klönen.

Ein herzliches Dankeschön deshalb an alle, die diesen Empfang gestaltet haben.

Meine Damen und Herren,
der Ortsverein der AWO sowie der des Sozialverbandes setzen sich seit 1947 auf sinnvolle Weise in der Sozialpolitik ein, und zeigen ein Herz für die Mitmenschen unserer Stadt. Im Sommer feierten diese beiden Vereine ihren 70 Geburtstag.

Trotz redlichem Bemühen, liebe Gäste, glaube ich, wird es keiner von uns schaffen, seinen 140 Geburtstag zu begehen.
Doch die Liedertafel Frohsinn, hat es geschafft, wenn auch ohne Gründungsmitglieder, im Herbst ihr 140 jähriges Jubiläum zu feiern.

Die Freiwillige Feuerwehr Schenefeld und ihre Jugendfeuerwehr sind aus dem Jahr 2017 besonders hervorzuheben.
Sie organisierten mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei eine Typisierungsaktion für Paula, zu der in ca. 7 Stunden mehr als 3.000 Menschen kamen.
Diese Aktion hat alle Erwartungen übertroffen. Es ist gelungen, den überwältigenden Strom der Spender zu steuern. Wir, die zusätzlichen Helfer wurden zuvor eingewiesen und jeder, aber auch jeder hat sofort gewusst was er zu tun hat. Es herrschte eine bewegende, hoffnungsvolle Stimmung, die viele von uns, so noch nicht erlebt hatten. Gemeinsam waren alle Beteiligten überwältigt von dem Zulauf und dem Organisationstalent unserer Feuerwehr. Ein Spender für Paula wurde gefunden, der aber nicht aus dieser Aktion hervorging.
Doch in der DKMS Familie sind jetzt weltweit die Stammzellenspender aus Schenefeld registriert, aus der auch für Paula jemand gefunden wurde. Ich wünsche dem jungen Mädchen 2018 ganz viel Kraft und hoffe, das der große Teil des schweren Weges überstanden ist.

Meine Damen und Herren, wenn ich nicht alle Vereine und Verbände persönlich anspreche, wir haben über 60 davon, so soll es aber keines falls ein Zeichen unterschiedlicher Wertschätzung sein.
Ich möchte mit aller Deutlichkeit – allen Mitbürgern, die sich in unserer Stadt ehrenamtlich betätigen meine Dankbarkeit aussprechen. Und sagen, dass ich die Aktivitäten nicht als selbstverständlich hinnehme.

Liebe Schenefelderinnen und Schenefelder, nun komme ich zu einer anderen Gruppe von ehrenamtlich Tätigen.
Ihre Mitglieder der Schenefelder Ratsversammlung: Ich bin überzeugt, dass jeder politisch gewählte Vertreter pflichtbewusst seiner ehrenamtlichen Aufgaben nachgekommen ist. Und das jedes einzelne Rats – und auch Bürgerliches Mitglied sich im Rahmen seines Machbaren eingesetzt hat. Der Blick zurück zeigt, dass das Ziehen an einem Strang letztendlich gut funktioniert hat. Auch wenn vereinzelt mal jemand am falschen Ende stand.
Es gab, wie in jedem Jahr viele Aufgaben, deren Vorbereitung uns intensiv beschäftigt hat.
Die beiden Schenefelder Grundschulen bekommen jeweils eine Mensa und weitere Bewegungsräume.
Zur Sanierung des Schulzentrums, also des Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule, wurden die Vorgaben für die Planungsphase festgelegt.
Einen weiteren Schritt hat die Ratsversammlung festgelegt, das Modell mit dem Angebot für die nachschulische Ganztagsbetreuung unserer Kinder, an den Grundschulen, im Sommer starten kann.
Und auch hier in die Zukunft investiert. Die eingesetzte Arbeitsgruppe Untergeschoss Sporthalle hat sich in mehreren Sitzungen mit der künftigen Nutzung beschäftigt. Entscheidend war der Grundsatzbeschluss, dem Verein Blau – Weiß, das Untergeschoss der Sporthalle zur Verfügung zu stellen.

Wir haben erfolgreiche Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein geführt und konnten so den Betriebshof in unserer Stadt sichern. Was mit erheblichen Einnahmen verbunden ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch unseren ausgeglichenen, stabilen Haushalt erwähnen. Dieses Fundament ist uns nicht geschenkt worden, sondern es wurde hart erarbeitet. Und ich hoffe, dass der Weg der soliden Finanzwirtschaft auch in den kommenden Jahren nicht verlassen wird.

Sehr verehrte Damen und Herren, dieses waren nur einige Beispiele, von Entscheidungen, die bearbeitet wurden. Aber sehr wichtige Schritte für die nächsten Jahrzehnte.
Mir ist es wichtig, Ihnen mitzuteilen, dass alle Ausrichtungen mit großer Sorgfalt, als auch im Bürgerinteresse, von den Kommunalpolitikern getroffen wurden. Positiv zu bewerten ist, dass sich, bis auf einen Wechsel, der aus gesundheitlichen Gründen statt fand, das Bild der Stadtvertretung seit der Kommunalwahl 2013 nicht verändert hat.

Auch wenn in der Stadtverwaltung einige Personalstellen offen sind, arbeiten in allen Fachbereichen hochmotivierte und kreative Mitarbeiter. Bei ihnen und bei Frau Bürgermeisterin Küchenhof möchte ich mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Viele Dinge sind im Fluss die den aktuellen Herausforderungen für Schenefeld entsprechen, doch, dabei dürfen wir es natürlich nicht belassen und über die Zeit der Kommunalwahl im Mai hinaus schauen.
Wir müssen noch viel mehr auf eine geeignete Infrastruktur für Ältere achten, auf die Gesundheitsversorgung sowie an Alternative Wohnformen denken. Sie, als Bürgerinnen und Bürger von Schenefeld haben am 6. Mai die Entscheidung darüber zu treffen, was ihre Stadt in den nächsten Jahren leisten soll.
Die Parteien werden sich neu aufstellen. Wobei ich mir sicher bin, dass die künftigen Stadtvertreter, auch weiterhin die richtigen Entscheidungen zum Wohle unserer Stadt treffen werden.
Ich wünsche mir für den Wahlkampf, Vertrauen, Ehrlichkeit und einen fairen Umgang miteinander. Letztlich müssen wir gemeinsam alles unter einen Hut bringen.

Und das, wie wir jetzt ja wissen 365 Tage im Jahr.
Das Chinesische Horoskop sagt voraus, dass das Jahr des Hundes in jeder Hinsicht ein gutes Jahr wird. Es ist ja auch ein freundliches Wesen.

Ihnen allen wünsche ich , dass jeder von Ihnen etwas vor sich hat, worauf er sich in diesem Jahr persönlich freuen kann. Und das Jahr sie nicht von Krankheiten begleitet.

De Norddütschen sind ja ok de Plattsnackers darum, vun Harten veel Glück und loot Se dat goot gohn!