Neustart in der Kulturpolitik

Derzeit steht die Politik in Schenefeld vor einem gewaltigen Scherbenhaufen in der Kulturpolitik.
In einer gemeinsamen Kraftanstrengung von engagierten Eltern, Verwaltung und Politik wurde das nie fertiggestellte Pädagogische Zentrum mitten im Gymnasium Schenefeld zu einer attraktiven Spielstätte für kulturelle Veranstaltungen ausgebaut. Der politische Konsens war, das Forum neben den zahlreichen Amateurbühnen auch professionell von einem renommierten Partner bespielen zu lassen.Hochkarätige Theatervorstellungen, Lesungen und Konzerte konnten auf diese Weise zu einem moderaten Preis für die Stadt im Forum präsentiert werden. Ergänzt um ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen, stand dieses Konzept auf mehreren Füßen.
Bei den Haushaltsberatungen 2012 beschloss die bürgerliche Haushaltskoalition gegen die Stimmen der SPD, diese hauptamtliche Säule künftig nicht mehr zu wollen. Die Vertragsverhandlungen mit dem als Ersatz angedachten Kulturverein zogen sich lange hin und scheiterten schließlich.
Der Frust auf allen Seiten ist groß, viel Porzellan wurde zerschlagen und das angedachte Konzept der bürgerlichen Parteien hat sich als nicht tragfähig erwiesen.
Nach der Kommunalwahl gilt es, einen Neustart zu wagen und mit den Kulturschaffenden Schenefelds in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten. Ziel muss sein, dass bisherigen hohe Niveau der kulturellen Veranstaltungen zu halten und möglichst auszubauen.