Neue Sozialstaffel: Eltern werden entlastet

von Hannes Birke,
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Pinneberg

Die neue familienfreundliche Sozialstaffel für den Kreis Pinneberg kommt

Vom nächsten Kindergartenjahr an, das am 1. August 2017 beginnt, werden die Elternbeiträge für viele der 11.675 betreuten Kinder in den 159 Krippen, Kitas und Horteinrichtungen im Gebiet des Kreises Pinneberg zum Teil erheblich sinken. Insbesondere Eltern, bei denen gleichzeitig zwei und mehr Kindern in einer Kita sind, werden von dieser Neuregelung besonders profitieren.
Bei der Vorstellung der gemeinsamen Haushaltsziele im Oktober hatten die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP im Pinneberger Kreistag bereits angekündigt, die KitaGebühren insbesondere für mittlere und kleine Einkommen zu senken.

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Hannes Birke, SPD-Fraktionsvorsitzender und das Mitglied des Jugendhilfeausschusses Nadine Haartje 

„Es war“, so Hannes Birke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, „unser erklärtes Ziel, die von der CDU-Mehrheit 2003 beschlossenen höheren Belastungen der Kita-Gebühren rückgängig zur machen. „Und wir haben“, so Nadine Haartje, für die SPD Mitglied des Jugendhilfeausschusses, „Wort gehalten.“

Geschwisterregelung: nachhaltige Entlastung

Bei mehreren beitragspflichtige Kindern in einer Familie, die gleichzeitig in Kindertageseinrichtungen im Kreis Pinneberg betreut werden, ermäßigt sich der Kostenbeitrag für das zweite Kind um 50 Prozent und für das dritte Kind und alle weiteren Kinder um 100 Prozent.
Konkretes Beispiel: Der volle KitaBeitrag wird beim zweiten Kind von 30 auf 50 Prozent gesenkt. Für die Eltern verringern sich die Beiträge um 44 Euro im Monat oder jährlich um 528 Euro. Das dritte Kind und alle weiteren Kinder werden beitragsfrei gestellt. Konkret werden diese Eltern monatlich um 132 oder jährlich um 1.584 Euro entlastet.

Unabhängig von der Zahl der Kinder: weniger Kita Gebühren für alle

Der sogenannte Einkommensüberhang ist die Basis für die Berechnung des Elternbeitrages. Mit Beginn des Kindergartenjahres 2017/2018 wird dieser Überhang von 80 auf 60 Prozent gesenkt und soll im Laufe des Jahres 2017 noch einmal um die Hälfte gesenkt werden.

Das klingt bürokratisch, für die Eltern bedeutet es aber konkrete Verbesserungen. Beispiel: Eine Familie mit einem Kind und einem monatlichem Nettoeinkommen von 2.400 Euro wird bei sechsstündiger Betreuung um 57,50 Euro im Monat entlastet.