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13.12.2020

Überraschendes Abstimmungsergebnis gegen bezahlbaren Wohnraum in Schenefeld

In der Ratsversammlung am 10.12.2020 stand der Aufstellungsbeschluss für den „B-Plan Nr. 88 a“ Hauptstraße/Ecke Mühlenstraße in castello.jpgSchenefeld Dorf auf der Tagesordnung. Bis vor einigen Jahren beherbergte es ein Restaurant und eine Kfz.-Werkstatt. Das geschichtsträchtige Gebäude steht jedoch seit Jahren leer und verfällt.

Wir haben mit Freude vernommen, dass das Grundstück an einen Investor verkauft wurde und somit ein „Schandfleck“ in Schenefeld beseitigt wird.

Jedoch hat die SPD zwei wichtige Kritikpunkte.

2014 hat die Ratsversammlung beschlossen, bei der Ausweisung neuer Bebauungsgebiete mit Mehrfamilienhäusern und bei B- Planänderungen mit Mehrfamilienhäusern ab acht Wohneinheiten künftig bis zu 30 Prozent der Wohnbauflächen für den geförderten Wohnungsbau zu sichern. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Auf dem Grundstück wird der Investor nach dem derzeitigen Planungsstand nur 30 Eigentumswohnungen errichten. Hat man mal mit ihm darüber gesprochen, einen kleinen Anteil der Wohnungen zur Vermietung zu einem bezahlbaren Preis abzuzweigen?

Dass so etwas durchaus geht, zeigt sich am Bauvorhaben auf dem Grundstück hinter dem Restaurant Gagga. Auch dort entstehen grundsätzlich Eigentumswohnungen. Wir haben den Bauunternehmer damals zu einem Gespräch eingeladen, und erreicht, dass drei Wohnungen zur Vermietung zu einem bezahlbaren Preis ausgewiesen werden. Wir wissen daher, es ist eine Sache des Verhandelns.
Frau Bichowski, als Schenefelder Bürgervorsteherin und die SPD-Fraktion haben sich in langen Gesprächen mit einem Bauunternehmer und Investor darauf geeinigt, dass auch in einem anderen Neubaugebiet bezahlbarer und barrierearmer Wohnraum entstand.

Beispiel „Hardersche Höfe“ – ein weiteres Neubaugebiet, wo durchaus mit Verhandlungen einen kleinen Anteil an Wohnungen für bezahlbaren Wohnraum hätte entstehen können. Das ist leider nicht passiert. Der Ausschuss für Stadtentwicklung begründet seine Ablehnung mit “Das passt dort nicht hin”. Wieso wird es einer Familie nicht ermöglicht, in diesem Ensemble eine Wohnung zu einem normalen Mietpreis zu beziehen?

Hier nun das Grundstück Hauptstraße/Ecke Mühlenstraße. Eigentumswohnungen ausschließlich. Mit diesem Beschluss aus der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, wurde jedem Investor Tür und Tor geöffnet, ausschließlich Eigentumswohnungen zu bauen und die Erstellung von bezahlbaren Wohnraum zu vernachlässigen.

Aber die SPD wird nicht aufgeben, sich weiter für bezahlbaren Wohnraum für Normalverdiener einzusetzen. Es ist alarmierend, dass es in Schenefeld junge Menschen gibt, die zwangsläufig ihr gewohntes soziales Umfeld verlassen müssen, da die Mieten hier zu hoch sind. Auch Ehrenamtliche wie z. B. aus der Freiwilligen Feuerwehr wechseln ihren Wohnsitz.

Als zweiten Kritikpunkt monieren wir, dass sich alle Parteien dafür ausgesprochen haben, bei einem Bauvorhaben an dieser Stelle den dörflichen Charakter Schenefelds zu erhalten. Mathias Schmitz von den Grünen und auch Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, hat sich mit einem Foto in der Öffentlichkeit gezeigt, wobei er das Baugebiet am Dornkamp als „Bausünde“ bezeichnete. Ein Tiefschlag für alle Anwohner, die sich dort vor Jahrzehnten eine Wohnung gekauft haben. Das Haus, welches nun Hauptstraße/Ecke Mühlenstraße entstehen soll, ist ein grober Klotz, dessen jetzige Form wir durchaus als Bausünde bezeichnen würden.

Die SPD-Fraktion hat aus diesen Gründen den Aufstellungsbeschluss zu diesem Bebauungsplan in der Ratsversammlung abgelehnt.

SPD Schenefeld - 17:54 @ Stadtentwicklung

 
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