Schenefeld früher und heute – 46. Historische Radtour im Juli 2016

Sagenhaft! Zwischen Auflockerungen und Regenschauern fanden sich zweiundzwanzig Radler und eine Rollstuhlfahrerin am 8. Juli zur jüngsten Historischen Radtour zusammen. Es war die 46. Radrundfahrt, die Gerd Manthei, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Schenefeld, innerhalb der letzten 10 Jahre geleitet hat.

Beim ersten Halt auf dem ehemaligen Bauernhof Rüpcke in der Hauptstraße erklärte der Hobby-Historiker die Bedeutung der These „Bäume prägen unsere Umwelt“ an Hand realer Naturdenkmäler mit Baumgestalt. Denn in Schenefeld gelten u.A. die Trauerbuchen im Vorgarten von Peter von Appen in der „Alten Landstraße“ und auf dem ehemaligen Harderhof in „In de Masch“ als Naturdenkmäler.

Weitere Naturdenkmäler dieser Art sind die sieben Stieleichen entlang der Hauptstraße zwischen Kriegerdenkmal und Mühlenstraße und eine weitere Stieleiche an der Hauptstraße nahe der Abzweigung Dohrnkamp und eine doppelstämmige Stieleiche Ecke Hauptstraße/Nedderstraße. Das bekannteste Baumdenkmal in Schenefeld dürfte die „Friedenseiche“ an der Kreuzung Hauptstraße/Blankeneser Chaussee/Sülldorfer Weg sein.

Gerd Manthei führte anschließend aus: „Bäume gehören zu den größten, ältesten und prächtigsten Lebewesen auf unserem Planeten Erde. Ein Baum kann in seinem Wurzelbereich bis zu 40.000 Liter Wasser speichern. In einer Eiche leben bis zu 40.000 Tierarten. Dazu gehören 600 Insektenarten, die Nahrungsquellen unserer heimischen Vögel sind. …… Eine Eiche kann jährlich 6.000 kg Kohlendioxid verarbeiten und 4.500 kg Sauerstoff erzeugen. ……. Der Wert einer 100-jährigen Eiche beträgt etwa € 225.000, wenn der ökologische Nutzen durch die Erzeugung von Sauerstoff, den Schutz gegen Wind, Lärm und Erosion, sowie durch die Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung mit berücksichtigt werden.“

Teilweise durchnässt, aber in guter Stimmung ging es weiter zum „Reiterhof Schröder“ im Seggerweg, wo der Besitzer Manfred Schröder die Pferdewirtschaft erklärte, die er in vierter Generation betreibt. Gingen die Pferde früher vor dem Pflug, so dienen sie heute als Sport- und Freizeitpferde. In Schenefeld wird der Pferdebestand auf weit über 1000 Tiere geschätzt.

Gerd Manthei ergänzte die Geschichte der alten Bauernhäuser mit Anekdoten aus der Nachkriegszeit von 1945 bis heute.

160708KaffeeTimmermann

Höhepunkt dieser historischen Radtour war dann der Besuch auf dem Hof „Op’m Bokels“ bei Jan Timmermann und seiner Frau Renate. Bei Kaffee und Kuchen wurden Mutterstuten und ihre Fohlen vorgeführt. Die fünf Mutterstuten und ihre Fohlen waren der ganze Stolz des Pferdezüchters Jan Timmermann. Es waren zwei Hannoveraner, ein Holsteiner, ein Oldenburger und ein Trakener.

160708Gruppe46RadTourk Die Teilnehmer der 46. Historischen Radtour auf dem Hof von Jan Timmermann

Des Weiteren erzählte Frank Grünberg Geschichten aus seiner letzten Zeit in der Schenefelder SPD: Vom Stammtisch, von der Ausstellung „Schöne alte Häuser in Schenefeld“ und von seinen Grasshoff-Lesungen.

Mitradlerin Ruth Burs sagte beim Blick auf den paradiesisch anmutenden Hof „Op’m Bokels“ und den dahinter legenden Klövensteen: „Warum weit fahren, denn das Schöne in Schenefeld liegt so nah!“

Im Juli 2016 Euer Gerd Manthei

Zusammen gesessen, gegessen und gejubelt unter Freunden!

Ein Bericht von Gerd Manthei (Fotos Kai Harders).

Der Ortsverein der SPD Schenefeld hatte in Schenefeld untergebrachte Flüchtlinge aus dem Willkommenscafé am 2. Juli zum Offenen Fernsehen ins JUKS eingeladen.

Im JUKS hatten sich 35 Flüchtlinge mit sieben Kindern und sechs Genossen des OV Schenefeld zusammen gefunden. Alle saßen im JUKS beim nervenzehrenden Elfmeter-Krimi zusammen.

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Von Schwellen- und Berührungsangst beim  gemeinsamen Erleben des Fußballspiels war nichts zu spüren.

BuffetVerbindend waren auch die vielfältigen Speisen nach afghanischen und deutschen Rezepten, die von dem Team am Buffet – das waren Fateme Habekost, Wazir und Sofia Zamani und Ulla Kriete – den Gästen zum Vergnügen ihrer Gaumen- und Geschmacksknospen präsentiert wurden.

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Belebend war die helle Begeisterung der sieben Kinder unserer ausländischen Freunde, die selbstverständlich die Namen aller Spieler der deutschen Nationalelf parat hatten.

Das erfreute den SPD-Chef Gerd Manthei: Denn Zuwanderung und Integration haben unsere Nationalmannschaft stärker gemacht – was wären wir ohne Tah, Boateng, Özil, Podolski, Khedira und Gomez?

Fußball FlüchtlingeGerd Manthei hoffte, dass die Flüchtlinge während des Fußballspiels für ein paar Stunden die Erinnerungen an Vertreibung und Flucht beiseiteschieben konnten. Für uns Einheimische, die Flucht und Vertreibung nicht am eigenen Leibe erfahren haben, liegen die Gefühle und Ängste der Flüchtlinge, ihr Verlust von Familie, Heimat, Haus und Freunden jenseits unserer Vorstellungskraft.

Der Afghane Tawab Faizy brachte sein Gefühl, sich in einer Atmosphäre des Willkommens zu befinden, mit den Worten zum Ausdruck: „Ich bin glücklich, dass ich hier sein darf, es hat unendlich Spaß gemacht und schön war es, wie unsere Kinder sich hier amüsierten.“

Gemeinsam wurde beim Elfmeterschießen gebibbert und schließlich der Sieg der deutschen Mannschaft bejubelt.

Mehr Betreuung, mehr Bildung, mehr Qualität

Ab 1. Januar 2017 gibt es eine Entlastung – 100 Euro für alle Kinder unter 3 Jahren

Das Land Schleswig-Holstein entlastet die Familien mit dem Kita-Geld in Höhe von 100 Euro monatlich. Voraussetzung ist, dass das Kind das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat und eine öffentlich geförderte Kita besucht oder von einer Tagespflegeperson betreut wird. So kommt die Entlastung spürbar bei den Familien an und ein wichtiger Schritt hin zur komplett beitragsfreien Kita ist gemacht.

Familien brauchen gute und verlässliche Krippen- wie auch Kindergartenplätze. Mit dem vereinbarten Maßnahmenpaket im Umfang von 138,5 Mio. Euro für die Jahre 2016 bis 2018 sollen weitere Betreuungsplätze geschaffen und die 2014 eingeleiteten Qualitätsverbesserungen in Kindertageseinrichtungen gesichert und ausgebaut werden.

Frühkindliche Bildung muss gefördert und unterstützt werden. Kinderbetreuung sichert Bildung von Anfang an und ermöglicht Chancengleichheit. Es ist erwiesen, dass die Teilnahme an kindlicher Bildung einen starken Einfluss auf den Bildungswerdegang von Kindern hat – besonders derjenigen aus sozial benachteiligten Familien.

Deshalb wollen wir nicht, dass Kinder aus Kostengründen von einer Einrichtung ferngehalten werden. Deshalb sollen Familien ab 1. Januar 2017 für die Betreuung ihres unter dreijährigen Kindes einen Zuschuss von bis zu 100 Euro pro Monat erhalten. Damit lösen wir unser Versprechen des Einstiegs in die beitragsfreie Kita ein. Das ist unser Beitrag für mehr Familienfreundlichkeit in unserer Gesellschaft und für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unser mittelfristiges Ziel ist es, dass Eltern für die Betreuung ihrer Kinder nichts mehr bezahlen müssen.

Weitere Informationen finden Sie HIER

44. Historische Radrundfahrt in Schenefeld

Bericht: Gerhard Manthei (OV-Vorsitzender), Fotos: Ingo Meier.

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Freitag, der 13.Mai: Was für ein schöner Tag, um Erinnerungen an früher aufleben zu lassen und die Möglichkeit wahrzunehmen, sich in das letzte Jahrhundert entführen zu lassen.

Diese Möglichkeit bot Hobby-Historiker Gerhard Manthei 42 Radlern und 2 Rollstuhlfahrern zum 44. Mal bei einer historischen Zeitreise mit Eintauchen in die verschiedenen Epochen Schenefelder Welten und zu den landwirtschaftlichen Höfen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Auf den ehemaligen Höfen Cord Ellerbrook, Heinrich Timmermann – in de Masch, Willi Harer – Dorfstr., Walter Waitz und David Rüpcke – Nedderstr. – mit ihren noch erkennbar stehenden Wirtschaftsgebäuden ließ Gerd Manthei aus seiner historischen “Schatztruhe” vor dem geistigen Auge der Teilnehmer faszinierende, sowie schockierende Ereignissse, die damalige harte Arbeit, Familiengeschichten, das Schicksal der Menschen im Generationenwechsel auf den landwirtschaftlichen Höfen, schöne Dinge des dörflichen Lebens und individuelle Geschichten an vergangene Zeiten als “Aha-Effekt” aufleben.

Auf dem letzten noch wirtschaftenden Bauernhof Jörn Rüpcke. in der Dorfgemeinde (Nedderstraße) erzählte Manthei, dass es in der Nachkriegszeit noch 21 Bauerngehöfte gab. Durch Aufgeben und Umsiedeln blieben ab 1964 nur noch die Betriebe Otto Schulz, Wilhelm Ellerbrook, Rudi Holst, Joachim Sagemann (alle im Seggerweg), Carsten Rüpcke (im Holtkamp) und Mathias Waitz (Waterhorn), in Bewirtschaftung. Beklagenswert dabei ist, dass die Landwirte heute keine Milchhöfe mehr betreiben, denn vom Milchgeschäft allein können die Landwirte nicht mehr leben und so steht die Pferdewirtschaft als Haupteinnahme im Vordergrund.

Nach 2 Stunden endete die historische Fahrradtour beim Land- und Pferdewirtschafter Mathias Waitz, urkundlich 1810 an der Hauptstraße erwähnt und jetzt am Waterhorn gelegen. Hier hält Waitz 120 Isländer Pferde auf seinem Pensions- und Reiterhof. Eine Vergrößerung um weitere 100 Isländer Pferde steht dort kurz vor der Vollendung.

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Schlusswort von Gerhard Manthei: Die Lebendigkeit und Nachhaltigkeit dieser 44 nun schon seit über 10 Jahren stattfindenden historischen Schenefelder Touren bewirkt, dass die Gefühle zu Heimatverbundenheit, Mitmenschlichkeit und Frieden führen.

Gerhard Manthei erhielt als kleines Geschenk eine Filmklappe mit einem draufmontierten kleinen Radfahrer mit roter Mütze.

Radrundfahrt 2

 

Wir sind die politische Heimat der sozialen Gerechtigkeit

Die Vorstände der SPD-Landtagsfraktionen aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben in einer gemeinsamen Sitzung ein Positionspapier mit der Überschrift „Soziale Gerechtigkeit – Erwartungen an den Bund” verabschiedet.

LaParTag 2016 - Stegner

Dazu erklären die beiden Fraktionschefs Ralf Stegner und Norbert Römer:

Ralf Stegner: „Grundlage für eine gerechte Gesellschaft sind gute Arbeit und eine sichere und auskömmliche Rente. Hier stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen. Das eine bedingt das andere. Jetzt müssen wir die Weichen stellen, damit die Schere zwischen Reich und Arm nicht immer weiter auseinanderklafft. Wir fordern daher die Einführung einer erweiterten Bürgerversicherung, in die alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen. Die Krankenkasse muss wieder paritätisch finanziert werden, wir benötigen einen sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose und wir müssen das Rentenniveau stabilisieren. Das sind zentrale sozialdemokratische Anforderungen an eine zukunftsfeste Bundespolitik.”

Norbert Römer: „Die soziale Gerechtigkeit hat eine politische Heimat: Die SPD ist es, die sich in Kommunen, Ländern und im Bund für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine gerechte Verteilung des Vermögens. Deshalb treten wir für eine Erhöhung des Steuerfreibetrags ein, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Großkonzerne müssen künftig ihre Gewinne weitgehend dort versteuern, wo sie das Geld verdienen. Schließen wir die Briefkastenfirmen, führt das zu einer gerechteren Besteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen. Die Abgeltungssteuer gehört abgeschafft, und die Erbschaften müssen endlich nach den individuellen Einkommenssteuersätzen besteuert werden. Dabei werden großzügige Freibeträge berücksichtigt.”

Der Wortlaut des Positionspapiers:

Soziale Gerechtigkeit – Erwartungen an den Bund

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen ist dieses Jahr Ziel der Fraktionsreise der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein vom 9. bis 12. Mai. Teil des Programms sind auch eine gemeinsame Fraktionssitzung mit den Kolleginnen und Kollegen der SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen sowie eine Beratung mit den geschäftsführenden Fraktionsvorständen. Hierbei wurde auch über gemeinsame Erwartungen an den Bund gesprochen.

Die Gesellschaft zusammenhalten

Nordrhein-Westfalen wird seit 2010 wieder sozialdemokratisch regiert, in Schleswig-Holstein führt die SPD seit 2012 wieder die Regierung. Beide Regierungskoalitionen können eine stolze Regierungsbilanz vorweisen. In beiden Ländern setzt die SPD ihre Wahlversprechen konsequent um, steht für Fortschritt und Gerechtigkeit. Doch die Herausforderungen bleiben groß. Mehr denn je geht es jetzt darum, die Gesellschaft zusammenzuhalten.
Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Sie wird bunter und vielfältiger. Sie verändert sich – so rasch, dass die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen durch die gesellschaftlich-soziale Dynamik immer wieder an ihre Belastbarkeit geführt werden.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt darf nicht gefährdet werden. Auch deshalb steht die Familienpolitik in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein für die SPD im Mittelpunkt. Unser familienpolitisches Leitbild ist dabei klar: Wir sagen den Menschen nicht, wie sie leben sollen. Wir helfen ihnen, so zu leben, wie sie leben wollen. Kinder sind unsere Zukunft. Wir wollen kein Kind zurücklassen. Sie brauchen unsere volle Unterstützung. Wir müssen jetzt die Bedingungen dafür schaffen, dass sie ihre Chancen nutzen können. Das beginnt mit dem Ausbau der Betreuungsplätze bei gleichzeitiger Entlastung der Eltern, einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine Entlastung Alleinerziehender und pflegender Angehöriger.

In Nordrhein-Westfalen hat die SPD mit der Gebührenfreiheit des letzten Kita-Jahres einen ersten Schritt gemacht. In Schleswig-Holstein wird mit dem Kita-Geld von 100 Euro für Krippenkinder ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Familien geleistet. Gebührenfreie Bildung – von der Kita bis zur Uni bleibt unser Ziel.

Bund und Länder tragen eine gemeinsame Verantwortung, die nicht an der bestehenden Finanzverfassung Halt machen darf. Wir wollen gesellschaftliche Brüche vermeiden. Deshalb erwarten wir vom Bund:

Bildung braucht Chancengleichheit!

Bildung ist die Grundlage für eine gerechte Gesellschaft, in der Menschen durch Fleiß und Talent ihre selbstgesteckten Ziele erreichen. Unser Anspruch und unser zentrales Versprechen lautet „Aufstieg durch Bildung”. Leider hängt Bildungserfolg zu oft von der jeweiligen Herkunft ab. Der Zugang zu Bildung ist aber eine zentrale Verteilungsfrage unserer Zeit. Deutlich wird das auch beim Blick auf den engen Zusammenhang von geringer Qualifikation und Arbeitslosigkeit. Entscheidend sind deshalb Prävention und Förderung wie auch zweite und dritte Chancen zu ermöglichen.

  • Wir fordern die Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Bereich der Bildungsfinanzierung, um Bund und Ländern die Möglichkeit zu geben, gemeinsame Investitionen tätigen zu können.
  • Bundesmittel bei der Finanzierung von Ganztagsschulen sind ebenso notwendig wie für die Umsetzung der Inklusion sowie den weiteren qualitativen Ausbau von Kitas.

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