44. Historische Radrundfahrt in Schenefeld

Bericht: Gerhard Manthei (OV-Vorsitzender), Fotos: Ingo Meier.

RR44ak

Freitag, der 13.Mai: Was für ein schöner Tag, um Erinnerungen an früher aufleben zu lassen und die Möglichkeit wahrzunehmen, sich in das letzte Jahrhundert entführen zu lassen.

Diese Möglichkeit bot Hobby-Historiker Gerhard Manthei 42 Radlern und 2 Rollstuhlfahrern zum 44. Mal bei einer historischen Zeitreise mit Eintauchen in die verschiedenen Epochen Schenefelder Welten und zu den landwirtschaftlichen Höfen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Auf den ehemaligen Höfen Cord Ellerbrook, Heinrich Timmermann – in de Masch, Willi Harer – Dorfstr., Walter Waitz und David Rüpcke – Nedderstr. – mit ihren noch erkennbar stehenden Wirtschaftsgebäuden ließ Gerd Manthei aus seiner historischen “Schatztruhe” vor dem geistigen Auge der Teilnehmer faszinierende, sowie schockierende Ereignissse, die damalige harte Arbeit, Familiengeschichten, das Schicksal der Menschen im Generationenwechsel auf den landwirtschaftlichen Höfen, schöne Dinge des dörflichen Lebens und individuelle Geschichten an vergangene Zeiten als “Aha-Effekt” aufleben.

Auf dem letzten noch wirtschaftenden Bauernhof Jörn Rüpcke. in der Dorfgemeinde (Nedderstraße) erzählte Manthei, dass es in der Nachkriegszeit noch 21 Bauerngehöfte gab. Durch Aufgeben und Umsiedeln blieben ab 1964 nur noch die Betriebe Otto Schulz, Wilhelm Ellerbrook, Rudi Holst, Joachim Sagemann (alle im Seggerweg), Carsten Rüpcke (im Holtkamp) und Mathias Waitz (Waterhorn), in Bewirtschaftung. Beklagenswert dabei ist, dass die Landwirte heute keine Milchhöfe mehr betreiben, denn vom Milchgeschäft allein können die Landwirte nicht mehr leben und so steht die Pferdewirtschaft als Haupteinnahme im Vordergrund.

Nach 2 Stunden endete die historische Fahrradtour beim Land- und Pferdewirtschafter Mathias Waitz, urkundlich 1810 an der Hauptstraße erwähnt und jetzt am Waterhorn gelegen. Hier hält Waitz 120 Isländer Pferde auf seinem Pensions- und Reiterhof. Eine Vergrößerung um weitere 100 Isländer Pferde steht dort kurz vor der Vollendung.

RR44bk

RR44ck

 

Schlusswort von Gerhard Manthei: Die Lebendigkeit und Nachhaltigkeit dieser 44 nun schon seit über 10 Jahren stattfindenden historischen Schenefelder Touren bewirkt, dass die Gefühle zu Heimatverbundenheit, Mitmenschlichkeit und Frieden führen.

Gerhard Manthei erhielt als kleines Geschenk eine Filmklappe mit einem draufmontierten kleinen Radfahrer mit roter Mütze.

Radrundfahrt 2

 

Forum wird durchgehend bespielt

In der Sitzung der Schenefelder Ratsversammlung am 25. September werden die Fraktionen von SPD, Bündnis 90 /Die Grünen und der BfB einen Antrag einbringen, der die künftige Bespielung des Forums durch die JUBIKU gGmbH sicherstellen wird.

In diesem Antrag wird die Schenefelder Bürgermeisterin Christiane Küchenhof beauftragt und befugt einen Vertrag auszuhandeln und mit der JUBIKU gGmbH abzuschließen. Übergangsweise wird das Forum mit mehreren Veranstaltungen pro Saison bespielt, die mit einem Unterdeckungszuschuss von 2.000 € pro Event abgesichert werden.

Ab der Saison 2016/2017 werden jeweils sieben Veranstaltungen pro Saison mit den Schwerpunkten Schauspiel, Comedy, Kabarett, Kleinkunst und Musical von der JUBIKU gGmbH im Forum durchgeführt und pro Saison maximal ein Unterdeckungszuschusses in Höhe von 14.000,– € bereitgestellt.

Dadurch wird die JUBIKU gGmbH in die Lage versetzt sofort aktiv zu werden und erhält genügend Vorlauf, um künftig spätestens ab 2016 ein vollwertiges und abwechslungsreiches Programm mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern für das kulturinteressierte Schenefelder Publikum auf die Beine zu stellen.
Wir hoffen den Schwung durch die gelungene Veranstaltung des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals nutzen zu können, um Schenefeld weiterhin auf der kulturellen Karte im Kreis Pinneberg zu etablieren.

Antrag zur Ratsversammlung am 30. Januar

Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen beantragten für die Sitzung der Schenefelder Ratsversammlung am 30. Januar 2014 den Tagesordnungspunkt „Bespielung des FORUM ab der Saison 2014/2015“ aufzunehmen

Der unterbreitete Beschlussvorschlag lautet:

Die Bespielung des FORUM wird an die Jubiku gGmbH/JUKS vergeben. Dabei sollen jeweils 7 Veranstaltungen pro Saison mit dem Schwerpunkt Schauspiel, Comedy, Kabarett, Kleinkunst, Musical angeboten werden.

Nach dem Angebot von Jubiku/JUKS entstehen dabei maximale Kosten in Höhe des Unterdeckungszuschusses von 14.000 Euro für die 7 Veranstaltungen der Saison.

Begründung:
Die SPD-Fraktion war sehr erfreut, dass sich zwei Anbieter dazu entschlossen hatten Angebote für die Bespielung des Forums im Auftrag der Stadt abzugeben. Dadurch war für uns erkennbar, dass dieser Veranstaltungsort hoch attraktiv ist und sich nach Meinung von professionellen Anbietern wirtschaftlich bespielen lässt.
Wir haben beiden Interessenten zugetraut, für den angepeilten finanziellen Rahmen ein für die Kulturinteressierten in Schenefeld und Umgebung ein attraktives, abwechslungsreiches und interessantes Angebot zu stricken und den kulturellen Jahreskalender in Schenefeld zu bereichern.
Die SPD-Fraktion hat dann bei der Sichtung der Angebote das JUBIKU-Angebot leicht vorne gesehen, da dieses eine etwas größere Bandbreite bei der kulturellen Vielfalt beinhaltete.
Im zuständigen Ausschuss geriet die Diskussion dann aber schnell konfrontativ und nachdem der alternative Anbieter zu der stadteigenen Gesellschaft JUBIKU gGmbH leider aufgrund der geführten Debatte enttäuscht sein Angebot zurückgezogen hat, liegt derzeit nur noch ein Angebot auf dem Tisch.
Wir appellieren daher an die Fraktionen der Ratsversammlung, weiteren Schaden am Schenefelder Kulturbetrieb zu vermeiden und für unseren gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebrachten Antrag zu stimmen.
Die Schenefelder Kulturszene braucht Ruhe und der avisierte Veranstalter Vertrauen und Unterstützung für die anstehende Spielzeit.

Neustart in der Kulturpolitik

Derzeit steht die Politik in Schenefeld vor einem gewaltigen Scherbenhaufen in der Kulturpolitik.
In einer gemeinsamen Kraftanstrengung von engagierten Eltern, Verwaltung und Politik wurde das nie fertiggestellte Pädagogische Zentrum mitten im Gymnasium Schenefeld zu einer attraktiven Spielstätte für kulturelle Veranstaltungen ausgebaut. Der politische Konsens war, das Forum neben den zahlreichen Amateurbühnen auch professionell von einem renommierten Partner bespielen zu lassen. Weiterlesen