Energie-Vorbild für Deutschland

Wir danken dem Schenefelder Tageblatt und Herrn Christian Brameshuber für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Artikels und des Fotos

Schenefelder Tageblatt vom 15. Dezember 2015
von  Christian Brameshuber

Schenefeld bundesweit als dritte Energieeffizienz-Kommune zertifiziert / Andere Kommunen sollen dem Beispiel folgen

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von links: Hansewerk-Vorstand Udo Bottländer, Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) und Michael Müller von der Deutschen Energie -Agentur (Dena)
Bild: Christian Brameshuber

Das war ein großer Moment im Schenefelder Rathaus: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof nahm gestern aus den Händen von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), Michael Müller von der Deutschen Energie -Agentur (Dena) und Hansewerk-Vorstand Udo Bottländer das Zertifikat Energieeffizienz-Kommune entgegen. Nach Magdeburg und Remseck ist Schenefeld damit bundesweit die dritte Kommune, der diese Auszeichnung verliehen wurde.

Die Stadt hatte in den vergangenen drei Jahren ein Energie- und Klimaschutzprogramm erarbeitet und insgesamt 16 Vorhaben auf den Weg gebracht, um bis zum Jahr 2017 die Energiekosten um zehn Prozent zu senken und den Kohlendioxidausstoß um 31 Prozent zu verringern. Schenefeld soll nun deutschlandweit Vorbildcharakter übernehmen. „Schenefeld zeigt jetzt, welchen Beitrag jede einzelne Kommune leisten kann“, sagte Meyer. Dieses tolle Beispiel in Schleswig-Holstein müsse nun viele Nachahmer finden. Meyer lobte das hohe Engagement aller Verantwortlichen in Schenefeld. Projektpartner waren die Dena und Hansewerk. „Die Zertifizierung soll uns ein Ansporn sein, diesen Weg auch in Zukunft weiter zu gehen“, sagte Küchenhof.

Den Bogen von der Weltklimakonferenz in Paris bis nach Schenefeld zu schlagen, fiel Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) nicht schwer. „Die konkrete Umsetzung der Ziele erfolgt vor Ort.“ Wie das Energiesparen gehe, könne jetzt in Schenefeld erlebt werden. „Das ist ein Vorzeigeprojekt für ganz Schleswig-Holstein“, sagte der Minister.

Energieeffizienz-Kommune: Drei Jahre hat die Stadt auf dieses Ziel hingearbeitet, wurde gestern mit der offiziellen Zertifizierung belohnt. „Schenefeld wird nicht das Weltklima retten. Aber wir wollen es verbessern und sind hoffentlich ein Vorbild, das viele Nachahmer finden wird“, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Schenefeld wurde von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) und Hansewerk als Musterkommune ausgesucht – und „hat nicht nur geredet, sondern es angepackt“, wie Hansewerk-Vorstand Udo Bottländer erklärte. In den vergangenen Monaten wurden tausende Daten gesammelt. Ein Energiebericht, ein Leitbild und am Ende ein Energie- und Klimaschutzprogramm wurden erarbeitet. Kein Papiertiger: 16 konkrete Vorhaben will die Stadt bis Ende 2017 umsetzen. „Dann können wir die Heiz- und Elektroenergie um 950  Megawattstunden pro Jahr senken. Das sind zehn Prozent“, sagte Martina Schiller, die das Mammutprojekt im Rathaus von Anfang an koordiniert. Der Kohlendioxidanteil soll um 813  Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Das wäre ein Rückgang um 31 Prozent zum Vergleichsjahr 2011/2012.

Ein Vorhaben ist schon umgesetzt: Ab 2016 werden alle städtischen Gebäude und die Straßenbeleuchtung mit Ökostrom versorgt. Zudem geht Schenefeld an die öffentlichen Gebäude ran. Vor allem das Schulzentrum Achter de Weiden als größter Stromfresser soll energetisch saniert werden. Die komplette Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt. Schenefeld investiert in den Klimaschutz und die Energieeffizienz im ersten Schritt viel Geld – allein die Kellerdeckendämmung am Schulzentrum kostet zirka 800 000 Euro. Doch langfristig sollen sich diese Investitionen finanziell für Schenefeld bezahlt machen. Küchenhof: „Die eingesparten Energiekosten eröffnen der Stadt künftig weitere Handlungsspielräume.“

Vorbild Schenefeld: Die Dena will ihr Energieeffizienz-Modell bundesweit auf den Weg bringen. In den kommenden zwei Jahren sollen Seminare nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern angeboten werden. „Wir sind richtig stolz auf das Erreichte“, sagte Schenefelds Bürgermeisterin.

Investitionspaket

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Die Bundesregierung wird deutlich höher in Deutschlands Zukunft investieren als bereits im Koalitionsvertrag verabredet. Im Mittelpunkt des Pakets stehen Investitionen in Schienen, Straßen, Wasserstraßen, der Ausbau der digitalen Infrastruktur, mehr Energieeffizienz und Geld für die Kommunen.

„Dies ist ein hervorragendes Ergebnis vor allem für die Zukunft unseres Landes, für handlungsfähige Kommunen, für eine starke Wirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen und für die neuen Chancen der Digitalisierung am Industriestandort Deutschland“, sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Seit langem kämpft die SPD für starke und finanziell handlungsfähige Kommunen. Denn lebenswerte und leistungsfähige Städte und Gemeinden sind die Basis einer demokratischen und sozialen Gesellschaft. „Insgesamt 15 Milliarden Euro stehen Städten und Gemeinden bis 2018 zusätzlich zur Verfügung – um in Schulen, Kindergärten, Büchereien, Straßen und Parks zu investieren, Flüchtlingsunterkünfte zu bauen und den Städtebau zu fördern. Seit Jahrzehnten sind die hiesigen Kommunen nicht mehr dermaßen stark entlastet worden“, begrüßte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi die Einigung. Weiterlesen

Neustart der Energiewende

Motiv: bezahlbare und bessere Energieversorgung

Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im August 2014 hat die SPD die Energiewende aus der Sackgasse geführt. Die dramatische Kostensteigerung auf dem Strommarkt konnte gestoppt werden. Wo kostengünstig Ökostrom erzeugt wird – z.B. bei der Windenergie an Land – wird der Ausbau weiter vorangetrieben, bei anderen Technologien – z.B. bei Biogasanlagen – auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt.

EEG-Reform = Bezahlbarkeit und Sicherheit in der Versorgung, bei wachsendem Anteil Erneuerbarer Energien bis 2025 von heute 25% auf bis zu 45%

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