XFEL: Vogel und Rossmann sehen Besucherzentrum auf gutem Weg

von Kai Vogel und Ernst-Dieter Rossmann

Nord-Kabinette erarbeiten Umsetzungsvorschlag

„Das ist ein gutes Ergebnis norddeutscher Kooperation!“ Mit diesen Worten haben der Pinneberger SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel und sein Bundestagskollege Dr. Ernst Dieter Rossmann den Beschluss der gemeinsamen Kabinettssitzung der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg begrüßt, ein Umsetzungskonzept für das Schenefelder XFEL-Besucherzentrum zu erarbeiten.

Kai Vogel

Kai Vogel, Mitglied des Landtages und schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

„Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Kristin Alheit und ihre Hamburger Kollegin Katharina Fegebank sollen bis März einen Vorschlag für die Umsetzung des Projekts entwickeln“, berichtet Vogel, der sich als regional zuständiger Landtagsabgeordneter wie auch als schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für ein Wissenstransfer-Angebot der Röntgenlaser-Einrichtung für die interessierte Öffentlichkeit einsetzt. „Die Potenzialanalyse, an der auch die Stadt Schenefeld und der Kreis Pinneberg beteiligt waren, soll in der Variante Besucherzentrum dafür als Orientierung dienen.“

Ernst-Dieter Rossmann, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Pinneberg

Ernst-Dieter Rossmann, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Pinneberg

Vorgesehen ist, dass der Umsetzungsvorschlag mit dem Bund sowie der European XFEL GmbH eng abgestimmt wird, macht MdB Rossmann deutlich. Der Bundestagsabgeordnete begleitet Planung und Bau des Röntgenlasers auch als Forschungs-Experte der SPD-Bundestagsfraktion seit den ersten Anfängen und will sich in Berlin für die Verwirklichung des Besucherzentrums stark machen. „Wir gehen davon aus, dass die European XFEL GmbH um ein Betriebskonzept einschließlich spezieller Angebote für Schulen im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung gebeten wird. Sicher können dabei auch Synergien mit Einrichtungen des DESY genutzt werden.“ In den Landesregierungen soll eine Absprache mit den Wirtschafts- und Schulministerien erfolgen.

Auf Basis des Umsetzungsvorschlags wollen Schleswig-Holstein und Hamburg ab März 2016 mit dem Bund die konkreten Lösungsmöglichkeiten für die Realisierung eines Besucherzentrums sondieren. „Es liegt also noch ein gutes Stück Arbeit vor uns“, so Vogel und Rossmann. „Aber die Kabinette Albig und Scholz haben uns mit ihrem Beschluss gerade einen ordentlichen Schritt voran gebracht.“

Stadtkern, Besucherzentrum und Flüchtlinge

Alljährlich besucht der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst-Dieter Rossmann die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Kommunen seines Wahlkreises. Am Anfang des Jahres macht er seit Jahren traditionell Station in Schenefeld. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Kai Vogel erkundigte er sich nach den aktuellen Themen, möglichen Problemlagen und erkundigt sich nach dem Fortgang von wichtigen Projekten.

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von links nach rechts: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst-Dieter Rossmann, der Schenefelder SPD-Vorsitzende Gerhard Manthei, der Landtagsabgeordnete Kai Vogel und der Schenefelder SPD-Fraktionsvorsitzende Nils Wieruch –
Wir danken dem Schenefelder Tageblatt und Christian Brameshuber für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Fotos

So erkundigte er sich nach dem Fortschritt bei der Schenefelder Stadtkernplanung rund um das Rathaus. Im letzten Jahr hatte er die frohe Kunde der Förderung dieser Planungen auch mit Bundesmitteln vernommen. Nun stehen die endgültige Festlegung des Planungsgebietes, die Kernpunkte der Planungsvorhaben und die Einbeziehung der Bevölkerung an. Verschiedene Planungsbüros werden sich in Kürze der Politik und Verwaltung vorstellen und die Möglichkeiten der Realisierung der angedachten Planung vorstellen.

Ein neueres Projekt ist die Errichtung eines Besucherzentrums bei der XFEL-Forschungsanlage. Eine Machbarkeitsstudie, 64.000 Euro steuerte der Förderfonds Nord der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bei, 10.000 Euro kamen von der XFEL-Projektgesellschaft, 4000 Euro vom Kreis und 2000 Euro von der Stadt Schenefeld rundeten die Finanzierung ab, brachte ein positives Ergebnis. Nun gilt es genügend Gelder einzusammeln, damit die Idee auch Wirklichkeit werden kann. Der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel will Fördermöglichkeiten des Landes ausloten. „Das Besucherzentrum wäre nicht nur ein Gewinn für den Kreis Pinneberg, sondern für das ganze Land“, betonte Vogel. Auch Universitäten könnten mit ins Boot geholt werden. Angedacht sind neben Informationen über den Laser und die durchgeführten Forschungsprojekte auch Labore für Schülerinnen und Schüler.

Eine derzeit auf allen Ebenen stark diskutierte Thematik ist die steigende Zahl von Flüchtlingen und deren Unterbringung und Betreuung. Schenefeld war auch hier bereits aktiv und wird eine für dieses Jahr geschaffene halbe Stelle für die Koordinierung der Hilfe demnächst besetzen. Aber auch die Bundesebene als auch das Land Schleswig-Holstein stellen namhafte Beträge zur Unterstützung bereit. Ebenfalls positiv ist die große Anzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die teilweise bereits tätig sind oder ihr Bereitschaft signalisiert haben, künftig die ankommenden Menschen in allen denkbaren Bereichen zu unterstützen.

Es ist anzunehmen, dass auch bei dem Besuch von Ernst-Dieter Rossmann im folgenden Jahr, diese Thematik noch aktuell sein wird.

Neuer Stadtkern von Schenefeld durch Bund, Land und Kommune

Einmal im Jahr besucht der Bundestagsabgeordnete Ernst-Dieter Rossmann auf einer Rundtour durch seinen Wahlkreis auch Schenefeld. Am 28. März kam es zu dem schon traditionellen Informationsaustausch mit der Bürgermeistern Christiane Küchenhof, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Nils Wieruch und dem Mitglied des Parteivorstandes Frank Grünberg. Ebenfalls zugegen war der Landtagsabgordnete Kai Vogel aus Pinneberg.

Insbesondere die Aktivitäten rund um die XFEL-Forschungseinrichung und das geplante Besucherzentrum interessierten den bildungs- und forschungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Der beschlossenen Machbarkeitsstudie sieht der Elmshorner interessiert entgegen, versprach weitere Hilfe durch den Bund und regte eine Kooperation zwischen der Einrichtung und einer lokalen Schule an, damit auch Schenefeld von der internationalen Forschung profitiert.

Ebenfalls auf großes Interesse stieß die derzeitige Planung rund um den Stadtkern von Schenefeld. Der zuständige städtische Ausschuss für Stadtentwicklung hat den Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren” beantragt und der Bundestag hat parallel nach dem Regierungswechsel die Mittel für die Städtebauförderung von bisher 455 Millionen Euro auf 700 Millionen Euro aufgestockt. Davon kann auch Schenefeld bei den weiteren Planungen partiziperen.

Interessiert bei der Betrachtung der Planungen für den Schenefelder Stadtkern
von links nach rechts: Nils Wieruch, Kai Vogel, Christiane Küchenhof, Ernst-Dieter Rossmann und Frank Grünberg — Wir danken dem Schenefelder Tageblatt und Christian Brameshuber für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Fotos

Kai Vogel geht davon aus, dass gerade die Mieter in Schleswig-Holsteinischen Städten wie Schenefeld im Muskelring rund um Hamburg von der im Landtag beschlossenen Mietpreisbremse profitieren. Bei Neuvermietungen wirke sich diese dämpfend auf die Steigerungen aus. Aber auch die Schaffung von kostengünstigen Wohnraum bleibt ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda Schenefelds.

Ernst-Dieter Rossmann zum Bildungs- und Forschungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion wiedergewählt!

Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann ist zum bildungs- und forschungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion wiedergewählt worden. Rossmann, der seit 25 Jahren als Bildungspolitiker in Land und Bund tätig ist, hatte diese Funktion im März 2009 übernommen. Nach der Bundestagswahl ist er jetzt in der entsprechenden fraktionsinternen Arbeitsgruppe zum zweiten Mal einstimmig wiedergewählt und in der SPD-Bundestagsfraktion entsprechend bestätigt worden.

Rossmann: „Bildung ist meine Leidenschaft. Deshalb freue ich mich, diese verantwortungsvolle Funktion weiterhin ausfüllen zu dürfen, zumal wir jetzt als Regierungsfraktion wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben.“

Rossmann will sich in den nächsten Jahren in der Großen Koalition besonders für mehr Chancengleichheit in der Bildung einsetzen. „Deshalb müssen wir unter anderem beim BAföG endlich zu nennenswerten Verbesserungen kommen. Auch die Alphabetisierung und Weiterbildung sind auszubauen“, so der Abgeordnete.

Leider sei es ja wegen der aktuellen Verfassungssituation nur sehr beschränkt möglich, dass der Bund bei den Schulen so wichtige Anliegen wie den Ausbau von Qualität und Quantität der Ganztagsschulen unterstützen kann. Rossmann: „Für sehr konkrete Maßnahmen wird sich der Einsatz trotzdem lohnen.“

Bei der Forschung sieht der Kreis Pinneberger Abgeordnete insbesondere den Röntgenlaser XFEL in Schenefeld und die Meeresforschung auf Helgoland im Blickfeld seines Interesses. Rossmann: „Aber auch mit seinen Mitteln für die Programmförderung hat der Bund kreativen Firmen und forschungsorientierten Start Ups im Kreis Pinneberg etwas zu bieten.“