Der Antrag wurde in der Schenfelder Ratsversammlung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen:

Das Ziel Nr. 12 der Stadt Schenefeld wird um den Punkt

  • Schaffung von taktilen Bodenleitsystemen im öffentlichen Raum

ergänzt

Die Grundsätze der Stadt Schenefeld werden um den Punkt

  • Der Übergang vom Gehweg zur Fahrbahn und Straßen im Bereich von Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen, an Fußgängerfurten und Fußgängerüberwegen ist so zu planen, herzustellen und instand zu halten, dass diese Übergänge gefahrlos und möglichst bequem und mit so wenig Einschränkungen wie möglich genutzt werden können

ergänzt

Bei künftigen Planungsvorhaben sind bei der Wegeführung die Bedürfnisse von sehbehinderten Menschen so weit zu berücksichtigen, dass über taktile Elemente eine Zielführung im gesamten Stadtgebiet sichergestellt wird.

Der Ausschuss für Bauen und Feuerwehr wird federführend mit dieser Aufgabe betraut.

Es ist zu ermitteln, wo innerhalb der Stadt solche Elemente sinnvoll nachgerüstet werden können.

Begründung:

Um sich in Gebäuden und öffentlichen Räumen zurechtzufinden, braucht es leicht verständliche Informations- und Orientierungssysteme, die von allen Menschen genutzt werden können.

Das tastbare Bodenleitsystem richtet sich an blinde und sehbehinderte Menschen. Durch die Wahrnehmung der Markierungen mit den Füssen oder dem Blindenstock sowie durch einen Farbkontrast zur restlichen Fußbodenoberfläche können sie sich barrierefrei bewegen. Darüber hinaus ist es eine wichtige Hilfe für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Demenzerkrankungen oder Orientierungsproblemen.

Das tastbare Bodenleitsystem bietet, neuesten Studien zu Folge, auch eine wertvolle Orientierungshilfe für Menschen ohne Behinderungen. Denn diese können sich durch ein solches System rascher einen Überblick über die wichtigsten Gehweg-Konstellationen verschaffen.