Wirtschaftliche, kulturelle und demographische Entwicklungen verändern die Bedürfnisse in der Gesellschaft. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nimmt einen immer höheren Stellenwert ein und durch flexible Angebote der Kinder- und Jugendarbeit können junge Familien die Vereinbarkeit von Erziehung und Berufstätigkeit erreichen.
Eine höhere Lebenserwartung und die Unterstützung von weit entfernt lebenden Familienmitgliedern müssen heute über neue Dienstleistungen von der Gemeinschaft organisiert und finanziert werden. Die Großfamilie von einst, die Basis für gegenseitige Unterstützung mehrerer Generationen war, ist längst neuen Formen des Nebeneinanders von Generationen gewichen.
Die Konsequenzen daraus sind tagtäglich sichtbar. Der Zusammenhalt schwindet, Formen von Vereinsamung und sozialer Kälte in der Gesellschaft müssen aufgefangen werden. Die Pflege sozialer Kontakte, die Weitergabe von Werten und die Fürsorge für junge und alte Menschen erfordern heute neue Formen der Zusammenarbeit in der Gesellschaft.
Diesem Bedarf hat sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter der Führung der Ministerin Dr. Kristina Schröder angenommen und mit der finanziellen Förderung von Mehrgenerationenhäusern (MGH) die Kristallisationspunkte für diese Entwicklung initiiert.
Mehrgenerationenhäuser sind innovative Familien- und altersgerechte Begegnungsstätten, die Unterstützung, Ideen und soziale Infrastrukturen zur Gestaltung individueller Freiräume anbieten wollen. Sie schaffen Lösungen, verbessern die Attraktivität des Wohnumfelds junger Familien und erweitern die Lebensqualität des unmittelbaren Raumes in einer sich zunehmend verändernden Gesellschaft.
Schon das bestehende Konzept für das JUKS enthält vieler dieser Elemente und kann in Zusammenarbeit mit den Besucherinnen und Besuchern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen potenziellen Nutzern entsprechend weiterentwickelt und optimiert werden.
Wir wollen ein Haus für alle Generationen das sich den Erfordernissen der gesellschaftlichen Veränderungen anpasst und Kinder- und Jugendarbeit, Förderung von Familien, Unterstützung von Seniorinnen und Senioren, Behinderten, die Integration von Migrantinnen und Migranten sowie kulturelle Angebote in sich vereinigt.