Seit rund 20 Jahren entstehen in der Bundesrepublik immer mehr Initiativen gemeinschaftlichen Wohnens. In ihnen schließen sich Interessierte zusammen, um ihre Wohnsituation stärker mitzugestalten. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue, zukunftsgerichtete Wohnformen, die sowohl den Wunsch nach Individualität als auch nach einer funktionierenden Gemeinschaft erfüllen, mehr und mehr an Reiz.
Gleichgültig ob Sie alleinerziehend, berufstätig oder zu Hause sind, wäre es nicht schön, ab und zu „Ersatzgroßeltern“ zu haben, wenn z. B. ein Arzttermin wahrgenommen werden muss? Umgekehrt wäre die „Ersatzoma“ froh, wenn sie Hilfe beim Tragen der Einkaufstaschen oder beim Wechseln der defekten Glühbirne hätte. Oder wie wäre ein gemeinsamer Kaffeenachmittag oder Spielabend mit unterhaltsamen Gesprächen im Gemeinschaftsraum? Alle diese Möglichkeiten können im Rahmen eines solchen Wohnprojektes in die Realität umgesetzt werden.
Die Mitglieder von Wohnprojekten definieren gemeinsam, was sie unter gut nachbarschaftlichem Zusammenleben verstehen, welche Themen ihnen im Wohnalltag besonders wichtig sind und wie sie sich organisieren: im Eigentum, zur Miete oder in neuen Genossenschaften.
Ein solches Projekt würden wir auch gerne in Schenefeld umsetzen. Nachdem die Initiative auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes an der Lindenallee leider nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, würden wir gerne einen neuen Anlauf starten. Unzweifelhaft ist der Bedarf vorhanden und die Zeit ist reif!